Noch waren wir über diesen Verlust nicht hinweggekommen, als Chicca wenige Monate später durch einen tragischen Sturz ums Leben kam. Das Schicksal hatte gleich zweimal zugeschlagen.

Tara war in den dreizehn Jahren nie krank gewesen, und so schien mir, dass sie ihre Lebensgrenze erreicht hatte. Ihr Tod bereitete uns allen einen großen Schmerz. Wir trösteten uns, dass sie stets ein gutes Leben gelebt und, wie für einen Dalmatiner, doch ein hohes Alter erreicht hatte. Chiccas Tod hingegen war für mich um so schwerer zu verkraften, als sie noch sehr jung war und ich mich, wegen ihres Wesens, das ich einmalig empfand, mit ihr auf eine Art und Weise verbunden fühlte, die mir heute noch nachgeht. Ich wollte mich mit ihrem Tod nicht abfinden. Deshalb wohl setzte ich mir in den Kopf, eine Hündin zu suchen, die ihr zumindest vom Äußeren und, so es der Zufall will, vielleicht auch vom Wesen her ähnlich war.